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Der Journalist Ryan Tate hat Apple-Chef Steve Jobs via Email einige interessante Statements entlocken können. Vor allem Jobs‘ Freiheitsbegriff hinterlässt dabei einen faden Nachgeschmack. Ryan Tate schreibt für Gawker – das Unternehmen, das vor einigen Wochen durch den Kauf des gefundenen Prototyps des iPod 4G viel von sich Reden machte – und nahm eine Äußerung von Steve Jobs, in der er das iPad als “Revolution” bezeichnete, zum Anlass, dem Apple-Boss zu schreiben: “Revolutions are about freedom.” Jobs stimmte Tate zu, es ginge bei Revolutionen um Freiheit – im Falle des iPads um Freiheit von Programmen, die private Daten stehlen oder den Akku leer saugen und Freiheit von Pornographie.
Den kleinen Seitenhieb gegen den Batterie-Hunger von Flash, das von Apple vor einiger Zeit als Entwicklungsplattform aus dem AppStore ausgeschlossen wurde, konterte Tate noch verschmitzt: Der Akku seines MacBook Pro würde Flash durchaus aushalten. Was allerdings für deutlich mehr Diskussionsbedarf sorgen dürfte, ist der Freiheitsbegriff, der Steve Jobs‘ Äußerungen zu Grunde liegt: Nicht die Freiheit, zu tun was man möchte, mit allen damit verbundenen Risiken und Chancen ist hier gemeint – der Apple-Chef spricht von der Freiheit vor vermeintlichen Gefahren.
Einer Freiheit im Inneren einer gläsernen Kuppel, aus der Apple alles seiner Meinung nach Bedrohliche ausschließt. In der Vergangenheit wurde diese Apple-Politik nicht selten als Zensur kritisiert – und Zensur und Freiheit schließen sich begrifflich eigentlich aus.
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