Apple vs. Nokia – Entscheidung über Nano-SIM verschoben
In einer Sache sind sich Apple und seine Mitbewerber einig: SIM-Karten könnten ruhig kleiner sein. Wie die künftigen Nano-SIMs aussehen sollen, wird nun allerdings doch nicht schon dieses Wochenende entschieden. Entgegen des ursprünglichen Plans, nach dem es vor dem European Telecommunications Standard Institute (ETSI) bereits dieser Tage zu einer Abstimmung in der Nano-SIM-Frage kommen sollte, wird sich der Prozess nun aufgrund der verhärteten Fronten weiter hinziehen.
In Folge eines Treffens diverser Vertreter im französischen Sophia Antipolis, bei dem nach hitzigen Diskussionen keine Einigung in Aussicht war, wurde zwar trotzdem eine Entscheidung gefällt – allerdings nicht die eigentlich angestrebte. Statt dessen einigte man sich darauf, die Abstimmung über die Nano-SIM um mindestens einen Monat nach hinten zu verschieben. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht.
Grundsätzlich stehen sich im Ringen um den künftigen Nano-SIM-Standard zwei Vorschläge gegenüber: Apple auf der einen Seite möchte die bisherige SIM-Karte im Kern erhalten, lediglich das raumfordernde Plastik drumherum weglassen und wie bereits seit jeher im iPhone eine mechanische Schublade als Steckplatz verwenden. Handy-Marktführer Nokia hingegen schlägt eine ähnlich kleine, aber neu designte Nano-SIM-Karte vor, die eher an eine microSD-Karte erinnert. Genau hierin liegt aber das Problem, denn die SD Association hält einige dafür möglicherweise nötige Patente, möchte diese jedoch nicht für die Nano-SIM lizenzieren. Apple dagegen wirbt mit dem Angebot einer kostenlosen Lizenzierung für sein Modell. Wie die neuen, kleinen SIM-Karten zukünftiger iPhones und Smartphones aussehen werden, bleibt also erst einmal offen.



































» Kommentieren
Sie müssen eingeloggt sein, um kommentieren zu können.