Revolution der Zeitung? iPad-Zeitung “The Daily” startet
Nach einigen Verzögerungen und Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe soll es nun am 2. Februar soweit sein: die iPad-Tageszeitung „The Daily“ wird vorgestellt. Das Produkt der News Corp. des australisch-amerikanischen Medienmoguls Rupert Murdoch könnte für die Zeitungsbranche ein wichtiger Vorreiter auf dem Weg aus der Krise werden. Angesichts sinkender Auflagen und fehlender finanzieller Kompensation durch Online-Angebote suchen viele Verlage derzeit nach Auswegen.
Das iPad wurde von den Medien bei seiner Veröffentlichung hauptsächlich wohlwollend aufgenommen, wohl auch aufgrund seines Potenzials als digitale Tageszeitung. Doch das iPad musste erst ein Jahr alt werden, ehe diese Vision Realität werden sollte.
Über das konkrete Modell hinter „The Daily“ ist aktuell noch wenig bekannt. Lediglich der Preis von 99 US-Cent pro Woche ist bisher durchgesickert. Spekulationen gibt es dagegen natürlich jede Menge. Wahrscheinlich ist, dass bei der Präsentation der iPad-Zeitung auch ein für die Branche so wichtiges Abonnement-Modell für das iPad bzw. den App Store (oder möglicherweise vielleicht auch iBooks) vorgestellt wird. Dafür spricht, dass neben Murdoch auch Eddy Cue, Apples Vice President of Internet Services und damit Verantwortlicher für iTunes und App Store, ans Rednerpult treten soll.
Fraglich ist auch, wie stark „The Daily“ einer Tageszeitung ähnelt, und wie viel Inspiration von RSS-Readern und ähnlichen Angeboten für die Darstellung persönlich relevanter Themen in die iPad-Tageszeitung aufgenommen wurde. Im Spannungsfeld zwischen Personalisierung des Angebots und redaktioneller Aufbereitung wird sich das Potenzial von „The Daily“ entscheiden, denn schließlich muss die iPad-Zeitung gegenüber den Alternativen der klassischen Tageszeitung und modernen RSS-Readern einen Mehrwert bieten.




































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