4G-Affäre – Neues iPad sorgt für Verbraucherschützer-Klagen
Obwohl das neue iPad nur in Nordamerika mit LTE-Geschwindigkeit Daten sendet und empfängt, wird es weltweit als 4G-fähig beworben. In Australien hat diese irreführende Werbung nun Konsequenzen. Nachdem die Wettbewerbshüter und Verbraucherschützer der ACCC (Abkürzung für Australian Competition and Consumer Commission) ankündigten, am heutigen Mittwoch wegen des nicht erfüllbaren Werbeversprechens Klage gegen Apple einzureichen, antwortete nun das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino.
So wolle man in der Werbung und Kundengesprächen künftig ausdrücklich auf die konkrete Sachlage hinweisen – nämlich die, dass das neue iPad in Down Under lediglich mit 3G-Höchstgeschwindigkeit surfen kann, selbst wenn sein Besitzer 4G-Kunde beim australischen Provider Telstra ist. Darüber hinaus will Apple die bisherigen Käufer des neuen iPads per Email kontaktieren um ihnen die Rücknahme des Gerätes gegen Erstattung des vollen Kaufpreises anzubieten.
Trotz dieses Entgegenkommens nennt Apple die Mobilfunk-fähigen Ausführungen seines neuen Tablets weiterhin offiziell „iPad Wi-Fi + 4G“. Aus technischer Sicht ist das auch tatsächlich richtig, denn über einen 4G-fähigen Chip verfügt das Gerät ja. Allerdings müssen die iPad-Besitzer in die Vereinigten Staaten oder nach Kanada reisen, da der Chip nur die dortigen LTE-Frequenzen unterstützt. Ob die ACCC trotzdem eine Richtigstellung der Gerätebezeichnung forcieren kann, wird sich wohl vor dem australischen Gericht zeigen. Indes bereiten weitere Verbraucherschützer, etwa aus Großbritannien, Schweden und Neuseeland, ähnliche Klagen vor.




































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