Apples Patentstreit mit HTC vor wichtiger Wende
Mal wieder sind es Patentstreitigkeiten, wegen denen zwei große Softwarefirmen den Gang vor das Gericht antreten müssen. Und mal wieder sitzt Apple auf einer Seite der Bank, diesmal auf der Klägerbank. Konkurrent HTC muss sich Vorwürfe gefallen lassen. Und im Mittelpunkt der Streitereien steht ein Mann, der schon mit beiden Seiten zu tun hatte: Andy Rubin, Chef-Entwickler des Smartphone-Betriebssystems Android. Besonders pikant an dem Fall ist, dass offiziell festgelegt werden könnte, dass die Wurzeln von Android bei Apple liegen.
Der juristische Streit dreht sich um das von Apple angemeldete US-Patent 6.343.263. Dabei handelt es sich um eine von unter anderem Andy Rubin entwickelte Echtzeit-API. Rubin war bis 1989 Software-Entwickler in Cupertino, bevor er nach Umwegen die Firma Android gründete und das Betriebssystem entwickelte. Google kaufte Android dann auf. Diese API soll nun in HTC-Smartphones zur Anwendung gekommen sein. Da sie tief in Android verwurzelt ist, kann sie nicht durch eine einfache Anpassung entfernt werden. Apple behauptet nun, dass Andy Rubin Teile der API schon während seiner Zeit beim Apfelkonzern entwickelt habe. HTC verneinte dies bisher, die Arbeit an der Software hätte der Android-Gründer erst viel später aufgenommen.

Apple legte trotzdem Einspruch ein und bekam vorerst Recht. Der in den USA hoch angesehene Richter Richard A. Posner könne sich durchaus vorstellen, dass eine Patentverletzung vorliege, vermeldet Wenn Apple den Fall gewinnen sollte, könnte das eine Lawine auslösen. Denn dann lägen die Wurzeln von Android in Cupertino und Google verletzt das Patent mit Android permanent.


































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